Die Einbeziehung ökologischer Aspekte muss im Zuge einer Bauplanung schon sehr früh erfolgen. Dies war einhellige Meinung unter den Experten, die am 01. März bei der gemeinsamen Veranstaltung des KelsterbachTalk mit dem Umweltforum Rhein Main zum Thema Bauökologie diskutierten. Rund 120 Vertreter von Unternehmen, Kommunen und kirchlichen Einrichtungen waren zu der Veranstaltung in der Wandelhalle der KfW Bankengruppe gekommen.
Gut gedämmte Häuser sollten weder innen noch außen wie in eine „Plastiktüte“ eingepackt sein. Es gebe hochwertige, moderne und atmungsaktive Baustoffalternativen, die nicht nur aus natürlichen Quellen gewonnen würden, sondern meist auch eine positive ökologische Gesamtbilanz aufwiesen. In der von der Frankfurter Autorin Heike Leitschuh moderierten Veranstaltung ging es einerseits um Materialwahl und Klimaschutz im Baugewerbe. Andererseits wurden auch die finanziellen Aspekte bei Neubauten und Modernisierungsmaßnehmen beleuchtet.
Dass Gebäude auch krank machen können, zeigten die Ausführungen zum Sick-Building-Syndrom, dessen besonderes Merkmal es ist, dass sich Krankheitsbilder bei Betroffenen außerhalb der Gebäude rasch wieder auflösen und somit eindeutig auf die Innenraumbelastung zurückzuführen sind. Mehr als 50 Millionen verschiedene Stoffe werden heute im Baubereich eingesetzt. Durch moderne Bauweisen sind in den zurückliegenden Jahren rund 26 Millionen hinzugekommen. Umso wichtiger ist da eine gute Materialkenntnis im Baubereich Angesichts der Fülle an Möglichkeiten sollten Bauherren die im Vergleich zur gesamten Baumaßnahme geringen Kosten für eine sachkundige Beratung nicht scheuen.
Die Gäste hatten vor und auch nach der Podiumsdiskussion ausreichend Gelegenheit, sich einen guten Überblick zum Thema Bauökologie zu verschaffen. Viele nutzen die Gelegenheit, sich im Rahmen einer Führung durch die Gebäude der KfW Bankengruppe, einen Einblick in die gelungene Umsetzung eines bauökologischen Konzepts zu verschaffen.
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